Gruß zum Sonntag Kantate

Liebe Leserin, lieber Leser,

am Sonntag feiern wir den Sonntag Kantate. Zu deutsch: Singt! Ein Gottesdienst, der traditionell gerne mit Chor und weiteren musikalischen Möglichkeiten begleitet und gefeiert wird.



Jetzt ist alles anders. Die Pandemie hat alles verändert. Singen ist derzeit noch sehr schwierig, weil hochgradig ansteckend. So sehr es schmerzt, der Chor wird den Gottesdienst nicht wie geplant begleiten und gestalten. Wir können uns derzeit auch nicht zu Proben leibhaftig treffen, wir singen gemeinsam via Computer. So bleiben wir in Kontakt und hören voneinander.

Aber wir könne jubeln und jauchzen. Es verändert sich, es öffnet sich ein wenig, und mit aller gebotenen Vorsicht sind wieder mehr Kontakte möglich und die ersten Gottesdienste werden gemeinsam in unserer Gemeinde gefeiert. Ein kleiner Schritt auf dem Weg zur Normalität.


Denn siehe, ich will ein Neues schaffen,
jetzt wächst es auf, erkennt ihr's denn nicht?
Ich mache einen Weg in der Wüste und Wasserströme in der Einöde.

Jesaja 43,19

Es bewegt sich, es verändert sich. Gott hält für uns eine Zukunft bereit.
Es ist wie eine Knospe, bei der man noch nicht genau weiß, wie sie dann aussehen wird, wenn sie ganz erblüht ist. Wie auf dem Bild: neues Leben regt sich, es spitzt schon hervor. Ein kleines bisschen lässt sich schon erkennen: die Blütenblätter werden dunkelrot sein, wenn die Rose ganz entfaltet ist. Es zeigen sich Vorzeichen, die Zukunft wird ahnbar.
Und mit Zeit und Geduld wird wieder ein buntes Gemeindeleben entstehen mit vielfältigen Treffpunkten und Kontaktmöglichkeiten.
Geduld vor allem, ein „Fremdwort“, das ich mir selbst auch immer wieder neu buchstabieren muss. An dem neu Sprießendem kann man ja bekanntlich auch nicht ziehen, damit es schneller wächst.
Aber ich freue mich auf die bunte Blumenwiese und übe mich in Geduld.

Elisabeth Schulz